27.11.2008 - Lohnrunde 2008 in der Schweizer Filmbranche

Pressemitteilung

Die Paritätische Kommission der Schweizer Filmbranche hat die Forderung des Syndicat Suisse Film et Vidéo (SSFV) für eine Erhöhung der Löhne um 5 Prozent an einer Sitzung vom 25. November behandelt. Sie steht einer Anpassung der Löhne im Spiel- und Dokumentarfilmbereich an die Teuerung der letzten zwei Jahre um 3.3 Prozent positiv gegenüber. Die Vertreter der Verbände haben sich darauf geeinigt, ihren Vorständen den Teuerungsausgleich zu beantragen. Die zusätzliche Forderung des SSFV nach einer Reallohnerhöhung um weitere 1.7 Prozent wird von der Erhöhung des Filmkredites durch den Bund abhängig gemacht.

Das SSFV sieht mit seinem Anliegen einen Ansatzpunkt gemeinsam mit dem Schweizerischen Verband der Filmproduzenten (SFP) und der Gruppe Autoren, Regisseure, Produzenten (GARP) die Förderinstitutionen zu sensibilisieren, höhere Beiträge für die Schweizer Filmproduktion zu sprechen. Die Verbände SFP und GARP vertreten die Produktion im Bereich Spiel- und Dokumentarfilm. Mit dem Entscheid des Parlamentes über den Filmkredit des Bundes wird Mitte Dezember gerechnet.

Einzig der Verband Swissfilm Association (SFA), der die Werbe- und Auftragsproduzenten vertritt, lehnt sowohl den Teuerungsausgleich als auch die Lohnerhöhung ab. Aufgrund der Finanzkrise hat sich die Situation in diesem Bereich verschlechtert. Die Werbebudgets der Unternehmen werden massiv gekürzt, was den Druck auf die Preise und in der Folge auch auf die Löhne erhöhen wird.

Eine zweite Verhandlungsrunde in der Paritätischen Kommission wird Ende Januar 2009 stattfinden.