09.01.2009 - Balimage und Solothurner Filmtage

Basel hat an bewegten Bildern einiges zu bieten. Der Verein balimage möchte diese Vielfalt ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Unter www.balimage.ch steht Ihnen auch die aktuelle Studie zur Basler Filmwirtschaft als Download zur Verfügung.

SOLOTHURNER FILMTAGESOLOTHURNER FILMTAGESOLOTHURNER FILMTAGESOLOTHURNER FILMTAGE

20. Januar, „Muzungu – Peter Baumgartner, der ungeduldige Philanthrop“ von Franz
Schnyder
um 12h, Solothurner Filmtage, Kino Palace (und Altes Spital, 22.Januar, 12h)
Ein neuer Film des Basler Regisseurs Franz Schnyder: Peter Baumgartner ist seit 15
Jahren ein Muzungu (Weisser Mann). Er ist ehemaliger Afrikakorrespondent des
«Tagesanzeiger», lebt seit 1994 in Nairobi, Kenia. Er ist unermüdlicher und engagierter
Apologet eines differenzierten Afrikabildes und hat sich in den letzten Jahren neben den
Worten auch den Taten zugewandt. Er baute im Kawangware Slum von Nairobi eine
Primarschule für die Slumkinder. 2006 lancierte er innerhalb von drei Monaten den
«Organic Farmer», eine Zeitung für Kleinbauern. Baumgartner ist unser Reiseleiter und
führt uns durch die unterschiedlichen Vegetationszonen der Kenianischen Gesellschaft.

20. Januar, „Second Me“ von balimage-Mitglied Anna Thommen
um 14.30h, Solothurner Filmtage Canva Club (und Landhaus 22. Januar, 12.00h)
Bendix besitzt in der virtuellen Welt «Second Life» eine 3D Figur, die stellvertretend für
ihn ein wildes Leben mit schönen Frauen und Parties in der Kunstszene führt.
Währenddessen sitzt er im Real Life, der Realität, alleine in seiner Wohnung vor dem
Computer. Indem man im Film Bendix und seine virtuelle Welt kennenlernt, beginnt man
seine Sichtweise zu verstehen und am Schluss bleibt die Frage, was für einen selbst real
und wahr ist.

20. Januar, „Der Tod meiner Mutter oder fünf Versuche einen Film zu machen“ von
Daniel Howald und Chantal Millès
um 17.45, Solothurner Filmtage, Canva Club (und Canva Blue, 23. Januar, 14.30h)
Zwanzig Jahre nach dem Selbstmord ihrer Mutter kehrt Chantal, die jüngste von fünf
Geschwistern, in ihre Heimat zurück. Zwanzig Jahre lang haben ihre Brüder und ihre
Schwester diese Tat totgeschwiegen. Dieses Mal können sie nicht mehr schweigen. Ein
Film über die Unfähigkeit zu kommunizieren und den Preis, den man dafür zahlt.

20. Januar, „Polar“ von balimage-Mitglied Michael Koch
17.30h, Solothurner Filmtage, Palace (und Reithalle 22. Januar, 23.15h)
In einem abgelegenen Ferienhaus in den Bergen besucht Luis (18) erstmals seit Jahren
seinen Vater. Bemüht darum, sich selbstsicher zu präsentieren und in der vermeintlichen
Gewissheit, nichts anderes zu wollen als das Geld für sein Studium, trifft Luis unvermutet
auf die neue Familie seines Vaters, von der er weder etwas geahnt, noch gewusst hat. Im
Spannungsverhältnis zwischen Wut, Unverständnis und dem Wunsch nach emotionaler
Nähe, versucht Luis seinen Vater aus der Reserve zu locken und provoziert den Konflikt.

20. Januar, Premiere: „Zara“ von balimage-Mitglied Ayten Mutlu Saray
Solothurner Filmtage, Canva, 20.30h (und Landhaus, 24. Januar, 20.30h)
Um das Dorf Zara liegt eine offene leere Ebene, die nur aus verlassenen Orten besteht.
Hier suchen die Figuren das, was sie verloren haben: ihre verlorenen Briefe, ihr verlorene
Kindheit, ihr Haus, ihre Freunde und Eltern, ihre Kinder. Das Dorf Zara bildet den
Mittelpunkt der Suche nach einem Ort der Geborgenheit – einer Suche, bei der das
Erinnerte und das Geträumte sich im Imaginären zu entfalten beginnt. In Zara wird die
Cem gefeiert – eine Zeremonie der Suche nach der Hoffnung…

21. Januar, „No More Smoke Signals“ von Fanny Bräuning
9.30h, Solothurner Filmtage, Landhaus (und Kino Canva, 23. Januar, 14.30h)
Vor dem Start in den landesweiten Kinos ist in Solothurn der Film der Baslerin Fanny
Bräuning zu sehen: Mitten im ärmsten Indianerreservat der USA sendet die unabhängige
Radiostation Kili Radio. Sie wurde von Aktivisten der indianischen Widerstandsbewegung
in den 1970er Jahren gegründet: «Voice of the Lakota Nation». Der Film geht auf die
Suche nach dem Übriggebliebenen. An einen Ort zwischen Völkermord und Hollywood,
zwischen Kampf und Resignation. Und zu Menschen zwischen Mythos, Geschichte und
Alltag.

21. Januar, „Canzun Alpina – Stimmen des Herzens“ von Sören Senn (Produktion:
balimage-Mitglied cineworx)
um 12h, Solothurner Filmtage, Reithalle
Die Lehrerin Anna und der Sanitär Clau singen nicht nur zusammen im gemischten Chor,
sondern sie erwarten auch freudig ein gemeinsames Baby. Der glücklichen Geburt folgt
eine böse Überraschung: Annas Kind Fiona ist dunkelhäutig! Jeder sieht, dass Clau nicht
der Vater sein kann. Dieser Umstand löst im kleinen Bündner Dorf eine ganze Lawine von
Ereignissen aus…

21. Januar, „Am Galgen“ von Pascal Bergamin (Produktion: balimage-Mitglied cineworx)
Um 20.30, Solothurner Filmtage, Landhaus (und Reithalle 24. Januar 23.15h)
Sommer 1633, während des Dreissigjährigen Krieges. Der einfache Soldat Maximilian
muss über Nacht die Leiche am Galgen bewachen. In der Gegend treiben Hexen ihr
Unwesen und stehlen Leichen für ihre absonderlichen Rituale. Maximilian aber schläft ein
und die Leiche verschwindet…

21. Januar: „Un signe généreux“ von Dominique Haller
21h, Solothurner Filmtage, Canva Blue (und Altes Spital, 24. Januar,14h)
Zwischen Arbeit und Kolleginnen treffen zwei junge Frauen aufeinander, die nicht
dieselbe Sprache sprechen…

22. Januar, Podiumsdiskussion: „Die Zukunft der regionalen Filmförderung“
um 14h im Stadttheater Solothurn
Fonds REGIO Films und die Zürcher Filmstiftung bringen neuen Schwung in die Film-
Förderstrukturen. Im Tessin hat sich mit FilmPlus eine Stiftung nach dem Westschweizer
Vorbild etabliert. Nun gruppieren sich auch in Basel und Bern Initiativen, um die Region
als Produktionsstandort zu stärken. Moderation: Michael Sennhauser (Filmredaktor Radio
DRS), Teilnehmende: Daniel Waser (Zürcher Filmstiftung), Jean-Michel Cruchet (Fonds
REGIO Films), Luki Frieden (Regisseur, Mitglied “Bern für den Film”), Pascal Trächslin
(Produzent, balimage-Mitglied) und Andres Pfäffli (Produzent, Tessin)

24. Januar, „Missio Canonica“ von Sarah Horst
14.30h, Solothurner Filmtage, Capitol
Nach der Dokumentation „Oifn Weg“ der neue Kurzspielfilm der Basler Regisseurin: Im
verschlafenen Bündner Bergdorf hält Pfarrer Ernst Vial jede Woche die Sonntagsmesse.
Die Kirche ist gut besucht. Die Leiterin des Frauenvereins, Henrietta Cadosch, singt
zusammen mit den anderen Frauen im Kirchenchor. Besonders die Aufmerksamkeit des
Pfarrers gilt es für sich zu gewinnen. Als eine unbekannte Frau ins Dorf zieht, ändern sich
die Spielregeln.